© Denis Liedloff 2006-2018 Impressum aktualisiert am: 15.07.2018
Schutzpatron der Feuerwehr In vielen Ländern gilt der Heilige Florian als Schutzpatron der Feuerwehr, der bei Dürre, Brandgefahr und Unfruchtbarkeit der Felder angerufen wird. Ursache ist der Wassereimer, mit dem der Heilige mit Helm immer dargestellt wird. Es ist jedoch das Attribut des Martyriums des römischen Soldaten, des Ertränkens in der Enns. Deshalb werden Feuerwehrleute im deutschsprachigen Raum auch als Floriani- oder Floriansjünger bezeichnet. In manchen Ländern wie Deutschland oder Österreich tragen auch manche Feuerwehreinrichtungen oder Fahrzeuge den taktischen Namen, der sich dann auch auf den Funkrufnamen ausweitet. In Deutschland und Österreich äußert sich diese Ausweitung im Funkrufname der Feuerwehr im BOS-Funk. Dieses lautet im 4-m-Band „Florian“, im 2-m-Band gemeinhin „Florentine“. Die Christen feiern sein Patronenfest jedes Jahr am 4. Mai, seinem Todestag. „Florian“ (von lat. „florere“= „blühen“) bedeutet der Blühende, der Mächtige. Der heilige Florian war keltischer Abstammung und wurde im 3. Jahrhundert in Zeiselmauer bei Wien geboren. Schon als Kind zeigte er Mut und Entschlossenheit. Als eines Tages ein Haus brannte, tat er sich als besonders eifriger Helfer hervor. Man sagte ihm nach, dass durch sein beherztes Handeln mit einem Schaff Wasser der Brand gelöscht werden konnte. Seine Hilfsbereitschaft und Tapferkeit bewies er des Öfteren auch in seiner Jugendzeit, indem er den Armen half und sich für Schwache und Kranke einsetzte. Zu dieser Zeit war der Donauraum von den Römern besetzt. Es regierte damals Kaiser Diokletian (284 - 305), der entlang der Donau römische Wachstationen errichten ließ, um sein Kaiserreich vor Wandervölkern zu schützen. Vom Leben der römischen Soldaten angetan, trat Florian bald in kaiserliche Dienste ein. Schon nach wenigen Jahren hatte er es zum Offizier gebracht und machte Dienst in der Lagerfestung Lorch (Lauriacum) an der Donau. Römische Legionäre brachten dann eines Tages die erste Kunde von Jesus Christus mit ins Lager. Florian war vom Leben Jesu und dessen Wirken so sehr angetan, dass er diesen Glauben annahm und ein eifriger Christ wurde. Da Kaiser Diokletian ein fanatischer Christenverfolger war, duldete er keine Abtrünnigen in seinen Legionen. Den Christen wurde Wehrtüchtigkeit und Wehrfähigkeit aberkannt. So wurde auch Florian ein Opfer dieser Säuberungsaktion, wie wei­tere 40 Mann seiner Truppe. Als diese hingerichtet werden sollten, fühlte er sich seinen Waffengefährten zur Hilfe verpflichtet. Mutig trat er vor seinen Vorgesetzten Aquilinus, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen, was jedoch vergebens war. Anschließend wurde Floran einer Folterprozedur unterzogen: Geißel und Stockhiebe, Treten und Quetschen, Sengen mit glühender Zange und brennender Fackel bis zur Bewusstlosigkeit. Als Aquilinus merkte, dass der Gequälte in seiner Treue zu Christus nicht wankte, gab er am 4. Mai des Jahres 304 den Befehl, Florian mit einem Mühlstein um den Hals von einer Brücke des Emsflusses zu stürzen. Der Leichnam landete auf einer Ufersandbank. Eine fromme Frau namens Valeria fand den Toten und bestattete ihn in der Nähe von Lorch. Heute steht an dieser Stelle das weithin berühmte Herrenschiff „St. Florian“. Er ist ein viel verehrter Volksheiliger in den Alpenländern und wird meistens als römischer Soldat mit Lanze und wehendem Banner dargestellt. Das Ansehen, das er genießt, verdankt er aber besonders dem Umstand, dass er schon als Kind einen Brand löschte und deshalb so dargestellt wird, wie er einen Kübel Wasser über ein brennendes Haus schüttet. Weil er mit dem rettenden Nass die Feuersglut bekämpft, gilt er allgemein als Fürbitter gegen Feuergefahr und Feuersnot. Als Schutzheiliger wird er besonders von der Feuerwehr, den Schmieden und Kaminkehrern verehrt. Er wird aber auch angerufen gegen Dürre, Unfruchtbarkeit der Felder und bei Wassergefahr.
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