Helfen in Not ist unser Gebot! Feuerwehr ABC Auf die Bilder klicken Die Sammelstücke haben eine ``hosenartige´´ Form (des halb im Volksmund auch Hosenstück genannt) und führen zwei Schlauchleitungen, die vom Hydranten oder der Feuerlösch- Kreiselpumpe kommen, zu einer Leitung zusammen. Während an beiden Zugängen einteilige Fest-kupplungen angebracht sind, befindet sich am Abgang eine zweiteilige Festkupplung mit beweglichem Knaggenteil. Im Innern des Gehäuses ist eine  Ventilklappe angeordnet, die durch den Druck des Wassers gesteuert wird und bei der Benutzung nur eines Zuganges, den nicht benutzten Zugang Wasserdicht abschließt. Die Klappe legt sich dabei auf einen in jedem Zugang eingesetzten Dichtring. Werden beide Zugänge benutzt, so wird die Ventilklappe durch den von beiden Seiten gleich grossen Wasserdruck in der Mittellage gehalten. Das Sammelstück ist in zwei Ausführungen genormt.   Der Saugkorb wird auf das im Wasser liegende Ende der Saugleitung gekuppelt und ist in den Größen A, B und C genormt. Der Saugkorb besteht aus folgenden Teilen: - Gehäuse mit Festkupplung und Sieb. Die Maschen des Siebes sind so beschaffen, dass nur Schmutzteilchen und Fremd-körper solcher Größe in die Saugleitung gelangen können, die in der Pumpe keinen Schaden anrichten können.   Druckschlauch   Druckschläuche lassen sich im ungefüllten Zustand flach falten und rollen. Sie dienen zur Förderung von Löschmitteln und in Sonderfällen auch zur Förderung anderer Medien. Druckschläuche gibt es in den Größen B, C und D.   Sammelstück     Saugkorb Schlauchkunde Kurzzeichen                 Innendurchmesser             Länge            Prüfdruck                 Gebrauchsprüfdruck A               110 mm 5 m oder 20 m   12 bar 8 bar B      75 mm 5 m oder 20 m 24 bar 12 bar C      42 mm oder 52 mm 20 m               24 bar 12 bar D      25 mm 5 m oder 20 m 12 bar 8 bar Saugschlauch   Saugschläuche sind Schläuche, die ihre röhrenförmige Form immer beibehalten und bei der Entnahme von Wasser aus offenen Gewässern verwendet werden.  Saugschläuche gibt es in folgenden Größen: A, B, C, D   Druckschlauch S   Der Druckschlauch S ist ein formbeständiger Schlauch, der auch im aufgerollten Zustand den Wasserdurchfluss ermöglicht. Er findet vorwiegend an den Schnellangriffseinrichtungen der Tank- und Trockenlöschfahrzeuge  Verwendung.   Strahlrohr Die Wahl, welches Strahlrohr eingesetzt wird, ist eine komplexe Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt und daher meist vom Einsatzleiter, jedoch mindestens vom Gruppenführer befohlen wird. Grundsätzlich ist das erste Mittel der Wahl das C-Strahlrohr, da es in einem Löschgruppenfahrzeug dreifach vorhanden ist, von zwei Mann bedient werden kann und einen moderaten Wasserverbrauch hat. An die Grenzen stößt es meist dann, wenn eine große Höhe oder Weite überbrückt werden muss oder wenn viel Wasser benötigt wird (hohe Brandlast). Weitere Schritte, um mehr Löschmittel aufzu- tragen: Mundstück abnehmen, Einsatz eines B-Rohres oder mehrere Rohre gleichzeitig. Da bei B-Strahlrohren eine so starke Rückkraft entsteht, dass diese unmöglich von einem Trupp allein gehalten werden können, werden sie üblicherweise zusammen mit einem Stützkrümmer eingesetzt, welcher 1/3 der Kraft über den Schlauch zum Boden ableitet. Ohne Stützkrümmer oder bei unsicherem Stand müssen drei Feuerwehrangehörige das B-Rohr halten. Der Vollstrahl wird über eine einfache Hohldüse geformt (Stabstrahl). Durch Drehen am Absperrorgan kann im Strahlrohr zusätzlich ein Störkörper in den Wasserstrahl gebracht werden, so dass eine Auffächerung des Strahls erreicht wird (Drallstrahl). Die Wassermenge kann über ein abschraubbares Mundstück geändert werden, dazu muss aber die Wasserabgabe unterbrochen werden. Bezeichnung     Festkupplung      Düsengröße mit Düsengröße ohne Durchflußmenge mit Durchflußmenge ohne                         Mundstück Mundstück            Mundstück            Mundstück              B-Strahlrohr              B 16 mm        22 mm     400 l/min bei 5 bar      800 l/min bei 5 bar              C-Strahlrohr              C   9 mm                              12 mm     100 l/min bei 5 bar      200 l/min bei 5 bar              D-Strahlrohr              D    4mm                                6 mm                  25 l/min bei 5 bar      50 l/min bei 5 bar                B - Strahlrohr                C - Strahlrohr              D - Strahlrohr     Stützkrümmer   Schaulustiger Schaulustige (auch Gaffer) sind Personen, die sich spontan zur Beobachtung eines spektakulären Ereignisses einfinden. In vielen Fällen handelt es sich um unwillkommene Zuschauer, wodurch der Be- griff eine negative Konnotation erhält, insbesondere Gaffer ist eindeutig abwertend. Der Begriff wird meist auf die Beobachter eines Unfalls angewandt, die als störend und hinderlich bei notwendigen Rettungsaktionen empfunden werden und keinen Willen zur aktiven Hilfeleistung zeigen. Ihre Motivation reicht von Neugier über Sensationsgier bis zur Schadenfreude. Psychologen beschreiben, dass das Gaffen der Stabilisierung des eigenen Ichs helfe. Der Gaffer werde sich bewusst, dass es anderen schlechter geht als ihm selbst. Dieses Phänomen kann auf Autobahnen zu Staus oder gar Unfällen auf der Gegenspur führen, wenn auf dieser jemand zur Betrachtung des Unfalls mit langsamer Geschwindigkeit auf die Überholspur wechselt, um den Unfall zu betrachten. Jedoch muss auch bedacht werden, dass diese Neugier bei polizeilichen Ermittlungen als Zeugenaussagen hilfreich sein können. Zur Gruppe der Schaulustigen werden nicht diejenigen Personen gezählt, welche beispielsweise, nach Entdeckung eines Unfalls, einen Notruf absetzen, Erste Hilfe leisten, und/oder sich spontan bereit erklären, die Einsatzkräfte zu unterstützen bzw. bis zu deren Eintreffen den Verkehr zu regeln. Diese zählen oft zu den Ersthelfern. Passive und behindernde Schaulustige stellen eine große Störquelle für Rettungsdienste da. Daher werden diese manchmal mit Scheinaufträgen, wie z. B. das Halten von Infusionen, versucht einzubinden. Dadurch kommt es zum Teil dazu, das sich andere Schaulustige abschrecken lassen, welche auf keinen Fall aktiv in das Geschehen eingreifen wollen. In besonders schweren Fällen, gibt es auch die Möglichkeit Platzverweise auszusprechen. So etwa das bayerische Feuerwehrgesetz (BayFwG): Soweit Polizei nicht zur Verfügung steht, können Führungsdienstgrade der Feuerwehr oder von ihnen im Einzelfall beauftragte Mannschaftsdienstgrade das Betreten der Schadensstelle und ihrer Umge- bung verbieten oder Personen von dort verweisen und die Schadensstelle und den Einsatzraum der Feuerwehr sperren, wenn sonst der Einsatz behindert würde. Unmittelbarer Zwang durch körperliche Gewalt und deren Hilfsmittel darf entsprechend den Art. 37, 40 Abs. 1, 2 und 3, Art. 43 Abs. 1 Sätze 1 und 2 sowie Abs. 3 Sätze 1 und 3 des Polizeiaufgabengesetzes angewendet werden (§ 25). Standrohr Um Wasser aus einem Unterflurhydranten entnehmen zu können, muss mit dem Unterflurhydrantenschlüssel zuerst der Hydrantendeckel abgehoben und zur Seite weggedreht werden. Mit dem Unterflurhydrantenschlüssel greift man unter den Aushebesteg des Hydrantendeckels, hebt diesen an und dreht ihn zur Seite weg. Anschließend wird der Klauendeckel des Unterflurhydranten entfernt und das Standrohr mit der Klauenmutter in die Klaue eingesetzt und festgedreht. Deshalb ist es wichtig, das die Klauenmutter am Standrohr immer ganz nach unten gedreht ist. Danach wird mit den Unterflurhydranten schlüssel das Hydrantenventil geöffnet. Bevor das Wasser durch die Schläuche  weitergeleitet wird, ist eine gründliche Spülung des Hydranten erforderlich damit keine Dreckpartikel usw. in die Armaturen gelangen können.   Schwerschaum Schwerschaum ist ein Löschmittel, das durch mehr als 4 bis 20 fache Verschäumung eines Wasser- Schaummittel - Gemisches erzeugt wird. Er wird eingesetzt bei Flüssigkeitsbränden und zum Abdecken von Flächen um sie vor Wärme-strahlung zu schützen. Die Hauptlöschwirkung von Schwerschaum beruht auf dem Stickeffekt (Trennen) und aufgrund des hohen Wasseranteils in der Kühlwirkung. Die meisten Schwerschaumrohre haben eine Verschäumungszahl von 15. Dies bedeutet, dass sich das Wasser - Schaummittel - Gemisch am Schaumrohr um das 15 fache vergrößert. Beispiel: Ein Schwerschaumrohr mit einen Durchfluss von 400 L/Min. erzeugt dann pro Minute 6000 Liter Schaum bzw. 6 qm. (400 L/Min. x 15).   Sprungtuch Das Sprungtuch ist aus festem, durch unterseitig aufgestep pte Gurte verstärktem Segeltuch gefertigt, an dessen Rand sich das Halteseil mit den Handgriffschlaufen befindet. Sein Einsatz erfordert mindestens eine Halteman nschaft von 16 Personen, die die Auftreffwucht der springenden Person auffangen müssen. Die Größe des Sprungtuches beträgt 3,50 m x 3,50 m. Wenn der Aufstellplatz nicht groß genug sein sollte, kann man das Sprungtuch auf eine Größe von 3 m x 3 m verkleinert. Beim Sprungtuch sollte die Rettungshöhe nicht mehr als 8 m betragen.   Schlauchbrücke .Schlauchbrücken werden meist von den Feuerwehren benutzt und bieten die Möglichkeit, Schläuche über Straßen oder Wege zu verlegen, ohne diese sperren zu müssen, und Fahrzeugen weiterhin eine Querungsmöglichkeit sicherzustellen. Bei Schlauchleitungen über lange Strecken oder zu einer Einsatzstelle auf der anderen Seite der Straße als die Wasserentnahmestelle, müssen Schlauchbrücken verwen det werden, um den Verkehr nicht zum Stehen zu bringen und um Schäden an den Schläuchen zu vermeiden