Helfen in Not ist unser Gebot! Feuerwehr ABC Auf die Bilder klicken Mannschaft Die Mannschaftsstärke wird angegeben mit Einheitsführer/Unterführer/Mannschaft/Gesamtstärke. Dabei sind Zugführer Einheitsführer. Gruppenführer, Staffelführer, Führungsgehilfen und Truppführer von selbstständigen Trupps sind Unterführer. Die Angabe der Gesamtstärke wird häufig weggelassen. Die Angabe der Einheitsführer wird ebenfalls oft weggelassen, wenn kein Zugtrupp zum Einsatz kommt. Über Funk wird z.B. die Stärke einesZuges (1/3/18/22) wie folgt gesprochen: Eins - Drei - Achtzehn - Gesamt Zweiundzwanzig. Regionale Unterschiede sind möglich.Die taktischen Einheiten der Feuerwehr bestehen grundsätzlich aus Mannschaft und Gerät. Die Mannschaft  gliedert sich folgendermaßen: Trupp Einheit  im Sinne einer taktischen Einheit oder Fahrzeugbesatzung, die aus einem Führer und zwei Einsatzkräften (1/2) besteht. Staffel  Einheit, die aus einem Führer und fünf Einsatzkräften (1/5) besteht.   Aufstellung einer Gruppe Mittelschaum Mittelschaumrohr    Zug    Einheit die aus einem Zugtrupp (1/1/12), Zugführer, Gruppenführer (zbV), Melder, Fahrer, zwei Gruppen (1/8 + 1/8) besteht.      Erweiterter Zug    Zug + sonstiges Lösch- oder Feuerwehrfahrzeug mit Truppbesatzung (1/2).    Verband    Einheit die stärker ist als der erweiterte Zug (z.B. durch eine Staffel verstärkter Erweiterter Zug).       Trupp  Der Trupp ist die kleinste taktische Einheit und besteht aus zwei Feuerwehrangehörigen, einem Truppführer und einem Truppmann, auch als (0/0/2/2) geschrieben. Diese Art von Einheit ist Bestandteil der Staffel (1/5) oder der Gruppe (1/8) und somit keine selbständige operierende Einheit. Selbstständiger Trupp  Dagegen ist der selbständige Trupp von (0/1/2/3) eine Einheit, die zum Beispiel mit dem SW 2000 Tr als selbständige taktische Einheit eingesetzt werden kann. Er besteht aus einem Truppmann und einem Maschinisten und wird von einem Truppführer (Qualifikation Gruppenführer) geführt. Staffel Die Löschstaffel besteht aus sechs Personen (0/1/5/6), einem Staffelführer (Qualifikation Gruppenführer), einem Maschinisten, sowie Angriffstrupp und Wassertrupp. Gruppe Die Arbeit der Feuerwehr ist eine Gruppenleistung, die unter Zeitdruck geschieht. Sie kann nur dann erfolgreich zustande kommen, wenn jeder Feuerwehrmann zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Aufgabe erfüllt. Nur gut koordinierte (untereinander abgestimmte) Einzelleistungen ergeben eine erfolgreiche Gesamtleistung. Die Gruppe besteht aus: - Gruppenführer = Er leitet den Einsatz durch Kommandos und Befehle - Maschinist = Er ist Fahrer und bedient die Pumpe und Sonderaggregate - Melder = Er übermittelt Nachrichten und übernimmt besondere Aufgaben - Angriffstrupp (Angriffstruppführer und Angrifftruppmann) =Er rettet und nimmt das erste Rohr vor - Wassertrupp (Wassertruppführer und Wassertruppmann) = Er rettet, stellt die Wasserversorgung bis zum Verteiler her und wird dann zweiter Angriffstrupp - Schlauchtrupp (Schlauchtruppführer und Schlauchtruppmann) = Er rettet, stellt die Wasserversorgung zwischen Verteiler und Strahlrohr und wird dann dritter Angriffstrupp Zug Der Zug (1/3/18/22) ist die größte reguläre taktische Einheit und besteht aus zwei Gruppen (0/1/8/9) und dem Zugtrupp (1/1/2/4). Der Zugtrupp setzt sich aus Zugführer, Führungsassistent (Stellv. Zug- führer, früher auch als Gruppenführer zbV bezeichnet), Kraftfahrer und Melder zusammen. Je nach Situation können verschiedene Züge der Feuerwehr zum Einsatz kommen. Die bekanntesten sind Löschzug, Rüstzug, Gefahrstoffzug und Wasserrettungszug). Besonders bei den Berufsfeuerwehren hat ein Zug heutzutage selten die Stärke von 22 Mann. Heutzutage rückt ein Löschzug meist mit 10 bis 16 Feuerwehrangehörigen aus. Dies ist einerseits, besonders bei Freiwilligen Feuerwehren und dort auch besonders tagsüber, durch die Personalknappheit und, besonders bei den Berufsfeuer- wehren, aus Einsparungsgründen entstanden und andererseits eine Folge von modernen Geräten, die zum Einsatz kommen. Der Löschzug kann auch ohne den oben beschriebenen Zugtrupp zum Einsatz kommen: 1/1/16/18. Auch eine Verringerung des Zugtrupps ist häufig, zum Beispiel 1/1/0/2 der Löschzug wäre dann also mit 1/3/16/20 unterwegs. Bei kleineren Schadensereignissen, z.B. Ölspuren können auch kleinere Fahrzeugkombinationen mit weniger Personal ausrücken. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Zug im Sinne der FwDV 3 (ehemals FwDV 5). Verband Die Zusammensetzung des Verbandes ist nicht einheitlich definiert. Als Verbände werden Züge, die um mehr als einen Trupp verstärkt wurden bezeichnet, aber auch dasZusammenwirken von mehr als zwei Zügen (Stärke 1/3/9/54 bei drei Zügen). Oft wird der Verbandsführer von einer Führungsstaffel oder einer Führungsgruppe beim Leiten des Einsatzes unterstützt.Meistens besteht die Kreisfeuer- wehrbereitschaft (bestehen nicht inallen Bundesländern) aus mindestens einem Verband. Die Größe und Zusammensetzung eines Verbands ist sehr verschieden. Gerade bei Großeinsätzen können auch Verbände gebildet werden, die aus mehreren Fachdiensten bestehen. Teilweise wird der Begriff Verband auch nur als Oberbegriff für taktische Einheiten oberhalb des Zuges benutzt. Analog zu militärischen Strukturen wird hier oft weiter unterteilt, wobei es auch hier wieder regionale Unterschiede gibt. Verband I = Bereitschaft (bis 2 Züge) Verband II = Abteilung (mehr als 2 Bereitschaften) Verband III = Großverband (mehr als 2 Abteilungen)  Mittelschaum ist ein Löschmittel, das durch mehr als 20 bis 200 fache Verschäumung eines Wasser- Schaummittel - Gemisches erzeugt wird. Er wird vorwiegend bei Flüssigkeitsbränden und zur Flutung von Räumen  eingesetzt. Es wird auch beim Aus laufen einer brennbaren Flüssigkeit aufgebracht  um einer bestehenden Explosionsgefahr vorzubeugen. Die Hauptlöschwirkung von Mittelschaum beruht auf dem Stickeffekt (Trennen). Der brennbare Stoff wird also durch den Mittelschaum vom Sauerstoff in der Luft getrennt und dadurch wird der Verbrennungsvorgang unter brochen. Durch das im Schaum enthaltene Wasser wird auch noch ein geringer Kühleffekt erreicht.Die meisten Mittelschaumrohre haben eine Verschäumungszahl von 75. Dies bedeutet, dass sich das Wasser - Schaummittel - Gemisch am Schaum- rohr um das 75 fache vergrößert. Beispiel : Ein Mittelschaumrohr mit einen Durchfluss von 400 L/Min. erzeugt dann pro Minute 30000 Liter Schaum bzw. 30 qm. (400 L/Min. x 75) . Gruppe  Einheit, die aus einem Führer acht Einsatzkräften (1/8) besteht.